Technik, die begeistert
Das Eissportzentrum Grefrath mit seinen drei Eisflächen von insgesamt 8.000 qm und seiner Multifunktionshalle benötigt eine riesige Menge an technischer Ausrüstung und Energie, um Eislauf- und Veranstaltungsbetrieb parallel abwickeln zu können.
Der Strombedarf beispielsweise beträgt während der Hauptsaison, also mit allen drei Bahnen, je nach Witterungslage schon mal bis zu 600 KWh am Tag. Dies ist zum Vergleich rund ein Drittel dessen, was ein Einfamilienhaus im Jahr benötigt. Zur Beheizung von Gastronomie und Umkleiden sowie zur Warmwasserbereitung werden bis zu 1.000 Kubikmeter Erdgas benötigt. Der Wasserverbrauch liegt durchschnittlich bei 60 Kubikmeter pro Tag, denn zur Eisaufbereitung wird im Schnitt alle zwei Stunden je Eisfläche Wasser aufgebracht. Und zwar warmes Wasser, denn nur so können Kanten und Kerben im Eis beseitigt werden.
Bei Konzertveranstaltungen werden schon mal bis zu 300 KWh Strom benötigt, denn der heutige Konzertbesucher erwartet schließlich einfallsreiche Ton- und Lichteffekte. Mittels mobiler und temporärer Stromanschlüsse für Showbeleuchtung und Tonanlage können Stromwerte bis zu 500 Ampere zur Verfügung gestellt werden.
Zur Erzeugung der Kälte für die Eisflächen verfügt das Eissportzentrum Grefrath über eine Kälteerzeugungsanlage, die 18.000 Liter Ammoniak in den unterschiedlichen Aggregatzuständen in einem geschlossenen Kreislauf umsetzt. Mittels vier Kompressoren und zahlreichen Pumpen wird das Kältemittel durch ein weit verzweigtes Rohrsystem durch die Betonpisten der Eisflächen gepumpt. Im Ergebnis beträgt die Dicke des Eises auf den Flächen 3-4 cm.
